Tipps für Ihren Umzug

  • Achten Sie darauf Ihren alten Mietvertrag fristgerecht zu kündigen
  • Legen Sie einen genauen Umzugstermin fest
  • Urlaub beantragen (Manche Arbeitgeber gewähren Sonderurlaub für Umzüge)
  • Umzugsmitteilung und Nachsendeauftrag
    • Informieren Sie Banken, Versicherungen, Arbeitgeber, Versandhändler, Freunde
      und Bekannte usw. über Ihre neue Anschrift
    • Richten Sie einen Nachsendeservice bei der Deutschen Post ein (beginn am besten
      ca. eine Woche vor dem geplanten Umzugstermin)
    • Nützliche Links:
    • Sind Renovierungsmaßnahmen notwendig?
      1. Alte Wohnung
        • Prüfen was getan werden muss: Wände streichen, Schönheitsreparaturen, usw.…
        • Termin für Renovierungsarbeiten festlegen und Helfer und/oder Handwerker organisieren
      2. Neue Wohnung
        • Soll oder muss gestrichen werden (wie übernehme ich die Wohnung →
          Vertragsbedingungen prüfen)
        • Termin für Renovierung der neuen Wohnung festlegen und ggf. Helfer oder
          Maler organisieren
  • Kautionsangelegenheiten
    • Wofür genau ist die Kaution gedacht?
      Finanzielle Absicherung des Vermieters für Schäden oder Mehrkosten, die erst nach dem
      Auszug des Mieters anfallen, aber eindeutig vom ehemaligen Mieter zu verantworten bzw.
      zu zahlen sind. Dazu gehören Schäden an der Mietsache oder auch später eintreffende Strom-,
      Heizungs- oder andere Mietnebenkosten.
    • Was geschieht mit dem Geld?
      Der Vermieter ist dazu verpflichtet die Kaution zu den üblichen Zinsen in eine Spareinlage
      einzuzahlen oder die Kaution direkt vom Mieter auf ein solches Konto überweisen lassen.
      Die Kaution muss in jedem Fall getrennt von dem privaten Geld des Vermieters angelegt
      werden. Bei Beendigung des Mietverhältnisses stehen dem Mieter zusätzlich die
      Zinseinnahmen bei Auszahlung und Verrechnung zu
    • Wie lange darf der Vermieter die einbehalten?
      Der Vermieter darf die Kaution maximal ein Jahr einbehalten. Während dieser Zeit muss das
      Geld weiter auf dem Sparkonto angelegt sein, die Zinsen stehen dem ehemaligen Mieter auch zu.
      Vorsicht bei Abzügen der Kaution: Schäden an der Wohnung dürfen nur bis maximal
      6 Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses gemeldet werden. Ausstehende Rechnungen
      der Stadtwerke oder sonstige Nebenkosten können innerhalb eines Jahres nach dem Auszug
      noch von der Kaution abgezogen werden.
    • Wie hoch darf die Kaution max. sein?
      Die Kaution darf laut BGB 3 Monatskaltmieten nicht überschreiten. Sie muss nicht auf
      einmal gezahlt werden, die Kaution darf in 3 gleichen monatlichen Zahlungen geleistet
      werden und ist ab Beginn des Mietverhältnisses fällig
  • Ausmessen der Transportwege (Türen, Treppen, Fahrstühle) vor allem in der neuen Wohnung
    beachten und ggf. auch auf Kartongröße
  • Wenn Sie das Umzugsgut abschätzen um Ihren Bedarf an Kartons zu bestimmen achten Sie bitte darauf…
    •  …die Kartons nicht zu voll zu packen damit sie sich gut stapeln lassen
    • ….dass die Kartons ein maximal Gewicht von 30kg nicht überschreiten
    • …lieber etwas mehr Füll- und Polstermaterial verwenden um Ihr Umzugsgut sicher
      und heil in Ihre neuen Wohnung transportieren zu können
  • Festlegen ob Sie in Eigenregie oder mit Hilfe einer Spedition umziehen möchten
    • Bei Eigenregie:
      • Rechtzeitig einen Umzugswagen organisieren
      • Selbstständig für Ladungssicherungen und Gurte sorgen
      • Freunde und Bekannte zur Hilfe organisieren
      • Umzugskartons besorgen
      • Zur Rückenschonung und Vereinfachung Tragegurte besorgen
      • Füll- und Polstermaterial besorgen
    • Umzug mit einer Umzugsfirma
      • Frühzeitig Angebote einholen
      • Termin vereinbaren
      • Umzugskartons, Klebebänder und Müllbeutel besorgen um im Voraus Sachen
        zu verpacken und Auszumisten
  • Fangen Sie am besten schon frühzeitig mit dem Packen der ersten Kartons mit Umzugsgütern, die
    Sie nicht täglich brauchen, wie Bücher und DVD’s usw. an. Damit erleichtern und beschleunigen Sie
    am Umzugstag nicht nur das Packen, Sie können auch rechtzeitig noch Kartons nachkaufen, sollten
    Sie zu wenige haben. Vor allem nützlich wenn Sie in Eigenregie umziehen wollen
  • Achten Sie darauf, dass Sie Klebeband und Arbeitsschutzhandschuhe zur Verfügung haben
  • Ein Umzug bedeutet auch Ausmisten und wegwerfen: Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Müllbeutel zur Verfügung haben und organisieren Sie evtl. auch einen Müllcontainer. Fangen Sie rechtzeitig mit dem Ausmisten des Dachbodens und des Kellers an.
    • Erstellen Sie einen Einrichtungsplan für die neue Wohnung → Welche Möbel kommen weg / mit, welche Möbel brauche ich neu (ggf. Lieferzeiten der Möbelhäuser beachten).
      Im Internet finden Sie hierzu nützliche und gute Programm, die auch kostenlos angeboten werden. Bsp:
      Roomsketcher
      Roomle

  • Informieren Sie Ihre Nachbarn per Aushang über den bevorstehenden Umzug und teilen
    Sie Ihnen mögliche Behinderungen und Einschränkungen mit. (Bsp: Aufstellen eines
    Containers oder Parkplatz Reservierung vor der Haustür)
  • Vereinbaren Sie einen Ablesetermin für die Zählerstände
  • Brauchen Sie Ihren Lebensmittelvorrat auf und tauen Sie Ihre Kühltruhe ab
  • Vereinbaren Sie einen Termin zur Wohnungsübergabe mit Ihrem Vermieter
  • Besorgen Sie sich eine Abdeckung um die Böden der neuen sowie Ihrer alten
    Wohnung zu schützen. Gut geeignet hierfür sind Möbeldecken oder Wellpappen oder Luftpolsterfolie
  • Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Werkzeug uns andere Helfer im Haus haben:
    • Schraubenzieher (Kreuz und Schlitz in verschiedenen Größen)
    • Akkuschrauber
    • Zangen
    • Hammer
    • Metermaß
    • Bohrmaschine
    • Nägel, Schrauben und Dübel
    • Achtkantschlüssel
    • Spachtelmasse und Spachtel
    • Möbelroller
    • Tragegurte
  • Um am Umzugstag Zeit und Nerven zu sparen, packen Sie am besten schon
    mal im Voraus ein paar Kartons mit Sachen, die sie nicht dringend brauchen:

    • Teil des Geschirrs / der Gläser usw.…
    • Kochutensilien, die nicht täglich gebraucht werden
    • Bücher, DVD’s und CDs
    • Sommer- bzw. Winterschuhe, -kleidung, -bettwäsche
    • Unterhaltungselektronik
    • Keller und / oder Speicher ausräumen
  • Achten Sie beim Packen darauf, dass Sie die Kartons nicht zu voll / zu leer oder zu
    schwer packen. Verwenden Sie lieber mehr Füll- und Polstermaterial um Ihr
    Umzugsgut und Ihren Rücken zu schonen.
  • Übergabe Termin für die neue Wohnung vereinbaren und den Zustand der Wohnung
    mit dem Vermieter überprüfen, Zählerstände ablesen und alles schriftlich bestätigen lassen
  • Snacks, Essen und Getränke ggf. Plastik Geschirr und Besteck für den Umzugstag besorgen
  • Packen Sie für den Umzugstag einen Koffer mit Kleidung und Hygieneartikeln, die Sie die
    nächsten Tage, solang Ihr Umzugsgut noch in Kartons verpackt ist, brauchen werden

  • Restliches Umzugsgut in Kartons packen (lassen)
  • herausstehende Griffe und Schlüssel von Schränken und Schubladen demontieren
    und alles abkleben damit während der Fahrt nichts verloren oder kaputt gehen kann
  • Entfernen Sie Ihre Namensschilder von Tür, Klingel und Briefkasten
  • Das richtige Beladen des Umzugslasters:
    • Umzugskartons an der hinteren Wand des Umzugslasters stapeln
      (die schweren Kartons unten)
    • Flache Gegenstände wie Spiegel, Schränke oder Bilder sollten möglichst am
      Rand des Transporters gestellt und mit Gurten befestigt werden
    • Große Gegenstände wie Tische und Stühle sollten in der Mitte des Transporters
      ineinander gestellt werden und ebenfalls rutschsicher befestigt werden. In entstandene
      Hohlräume können kleinere Kartons oder Computer gestellt werden
    • Besonders schwere Möbelstücke, deren Platz in der neuen Wohnung schon im Vorweg klar
      ist, wie Spül- und/oder Waschmaschine oder Kühlschrank werden zum Schluss eingeladen,
    • damit diese als erstes ausgeladen werden können und sofort an Ihren Bestimmungsort können
      ohne das weitere Ausladen und Einräumen zu behindern
    • Sollten Sie Pflanzen in Ihre neue Wohnung mitnehmen, sollten diese entweder als letztes in den
      Laster einräumt werden und als erstes wieder ausräumt werden oder mit dem eigenen Auto
      privat transportiert werden um zu verhindern, dass die Pflanzen Schaden nehmen.
    • Leer- und Hohlräume sollten Sie mit Decken, Kissen und sonstigen weichen Materialien füllen
  • Kleben Sie die Pläne der Wohnungseinrichtung zur besseren Orientierung für Sie und die Helfer an
    die jeweiligen Türen der Zimmer
  • Beim Einräumen der neuen Wohnung sollten Sie erst die schweren Möbel in die Zimmer und an
    vorhergesehener Stelle platzieren bevor Sie die Kartons verteilen
  • Vergessen Sie nicht Ihre Helfer und sich selbst mit kleineren Pausen, warmen Getränken im Winter
    und ggf. kleineren Imbissen bei Laune zu halten
  • Sollten Sie Ihren Umzug über eine Spedition organisieren, halten Sie ein kleines Trinkgeld für die
    Arbeiter bereit

  • Bereiten Sie Ihr Kind / Ihre Kinder so früh wie möglich auf den bevorstehenden Umzug vor
  • Informieren Sie Ihr Kind /Ihre Kinder darüber was passieren wird. Besorgen Sie sich
    eventuell Kinder- und Bilderbücher, die das Thema Umzug behandeln
  • Reden Sie viel mit Ihrem Kind / Ihren Kindern über den Umzug, auch gerne täglich, aber
    höchstens ein paar Minuten sonst könnten Sie Ihr Kind /Ihre Kinder damit überfordern
  • Gehen Sie auf Fragen und Ängste der Kinder ein und beziehen Sie sie in die Umzugsplanung
    mit ein
  • Wenn möglich besichtigen Sie die neue Wohnung mit Ihrem Kind /Ihren Kindern im Voraus
  • Kaufen Sie nicht zu viele neue Sachen für das Kinderzimmer, wenn schon die Umgebung neu ist,
    sollte wenigstens das eigene Zimmer vertraut bleiben
  • Kinder haben Angst Ihre Sachen nicht wieder zu finden und zu verlieren, lassen Sie Ihr Kind/
    Ihre Kinder die Umzugskartons selber packen oder lassen Sie sie mithelfen
  • Das Kinderzimmer sollte beim Einräumen erste Priorität haben um dem Kind schnellst möglich
    einen vertrauten eigenen Ort zu schaffen, in dem es sich auch zurückziehen kann.
  • Jugendliche verstehen und begreifen den Umzug und die einschneidenden Veränderungen auf
    Ihr Leben sehr gut und aus dieser Angst können Trotzreaktionen und Streit führen – sprechen
    Sie mit Ihrem Kind / Ihren Kinder darüber und hören Sie Ihm zu, bevor Sie autoritär reagieren.
  • Versuchen Sie soweit es geht, gewohnte Essens- und Schlafenszeiten beizubehalten
  • Sollte der Umzug einen Schulwechsel zur Folge haben, reden Sie mit der Direktion der neuen
    Schule und bitten Sie um eine Schonphase, damit Ihr Kind / Ihre Kinder etwas mehr Zeit zum
  • eingewöhnen und einleben haben. Schicken Sie Ihr Kind / Ihre Kinder nicht sofort in die neue
    Schule sondern lassen Sie Ihnen erst noch ein paar Tage Zeit um sich an die neue Umgebung zu
    gewöhnen.
  • Es braucht Zeit sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, gewähren Sie Ihrem Kind / Ihren
    Kindern diese. Doch sollten Sie feststellen, dass sich Ihr Kind / Ihre Kinder nach über 8 Wochen
    noch nicht eingelebt haben, suchen Sie professionelle Hilfe auf.